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Sprachaufenthalt in Ägypten
Die arabische Sprache ist die verbreitetste Sprache des semitischen Zweigs der afroasiatischen Sprachfamilie. Schätzungen gehen davon aus, dass arabisch von 240 Millionen Menschen als Muttersprache und von weiteren 60 Millionen als Zweitsprache gesprochen wird.
ABENTEUERLAND
Ägypten, ein grosses Viereck in der nordöstlichsten Ecke Afrikas, nimmt eine Fläche von über einer Million Quadratkilometer ein. Über 90 % des Landes sind jedoch öde Wüste, weshalb 99 % der Bevölkerung sich auf nur 3 % der gesamten Landesfläche, dem fruchtbaren Niltal und -delta, drängen. Die Touristenhochburg ist unbestreitbar Hurghada am Roten Meer. Der moderne Touristenort Sharm El-Sheikh an der Südspitze der Sinai-Halbinsel ist bei Freunden des Tauchsports besonders beliebt. Das Rote Meer gehört wohl zu den besten Tauchrevieren der Welt, weshalb Tauchen und Schnorcheln mit Abstand die beliebtesten Aktivitäten in Ägypten sind. Das Meer vor der ägyptischen Küste bietet eine reiche Unterwasserwelt mit Korallen, Krustentieren und Fischen, die alle möglichen Farben und Formen aufweisen.
«KOMME, WAS MAG»
Trotz Touristenboom und Modernisierung hat sich der Alltag der meisten Ägypter seit Hunderten von Jahren wenig verändert. Das 20. Jahrhundert hat natürlich in der Form von Coca Cola, Levis und Fernsehen Einzug gehalten, doch für die mehrheitlich bäuerliche Bevölkerung, die Fellachen, sind die Dinge heute nicht viel anders als früher. Die vorherrschende Haltung der Ägypter («Komme, was mag»), die aus tausenden von Jahren der Seuchen, des Hungers, der Besatzungen und Überschwemmungen geboren wurde, überwiegt auch heute noch. Das Leben der meisten Ägypter wird also von denselben Umständen bestimmt, wie das der Generationen vor ihnen.
DER NIL – DIE QUELLE DES URSPRUNGS
Die ägyptische Geschichte ist unlösbar mit dem Nil verbunden. Seit das Gebiet erstmals besiedelt wurde, ist der Fluss die Quelle des wirtschaftlichen, sozialen, politischen und religiösen Lebens gewesen. Erst durch den Nil wurde das Leben und die Kultur an den Nilufern Ägyptens möglich. Ohne ihn wäre das Land eine einzige Wüste. Man sieht es daran, dass der Fluss im Westen von der Libyschen und im Osten von der Nubischen Wüste sowie der Arabischen Wüste eingefasst wird, wo bis auf ein paar Oasen kein Wasser existiert und somit Landwirtschaft und Kultur unmöglich waren bzw. sind. Erst durch den fruchtbaren Schlamm, den der Nil bei seinen Hochwassern über das Land verteilt, konnten Nutzpflanzen angebaut und Landwirtschaft betrieben werden. Ausserdem wurde der sehr tonhaltige Schlamm des Nils zum Häuserbau benutzt.



