Sprachaufenthalt USA, Hawaii - Helikoptertour

Sprachaufenthalt Hawaii Erfahrungsbericht von Alexa

Erfahrungsbericht

August, 2022 | Mara Duttweiler

Seit der ersten Folge Hawaii-5-0, weiss ich, wo meine nächste grosse Reise hingeht. Weisse Sandstrände, eindrückliche Natur und coole Surfer. Ich bin inspiriert. Mit dem Plan mein Englisch zu verbessern, neue Leute kennenzulernen und danach die verschiedenen Inseln zu bereisen, buche ich meinen Trip.

Sprachaufenthalt Sprachreisen Englisch USA in Hawaii

Strand, Natur und Surfen in Hawaii.

«Aloha-Spirit» überall

Den «Aloha-Spirit» spüre ich bereits am Flughafen: Menschen in Bermuda Shorts und Flipflops und ja, auch einzelne der klassischen Hawaii-Hemden. Die Vorfreude steigt. Per Flughafentransfer geht es in die Studentenresidenz. Jetzt bin ich doch etwas nervös. Hoffentlich sind die Leute auf meiner Wellenlänge. Ich hatte bisher nie Probleme auf Menschen zuzugehen. Aber in einem fremden Land in einer anderen Sprache ist doch eher ungewohnt. Meine Sorge ist unbegründet. Bereits beim Betreten, werde ich von den anwesenden Bewohnern freundlich empfangen. Es sind alle sehr offen und hilfsbereit. Mein Zimmer ist einfach eingerichtet: Bett, Tisch, Stuhl und eine Kommode. Mehr brauche ich nicht. Ich habe nicht vor, viel Zeit drinnen zu verbringen.

Blasen an den Füssen dank Flipflops

Mit Young, aus Südkorea, laufe ich am nächsten Tag zur Schule. Mein Schuhwerk: natürlich Flipflops. Meine Füsse freuen sich gar nicht darüber. Sind sie doch an geschlossene Schuhe gewöhnt. Nach dem 15-minüten Fussmarsch habe ich bereits die erste Blase am Zeh. Aber ich beisse auf die Zähne. Kommt nicht in Frage, dass ich hier Sneakers trage.

Young zeigt mir unterwegs den Waschsalon, wo sie sich jeweils morgens ihren Kaffee holt und wo es das günstigste Mittagessen gibt. Wir kommen auch an einem Drugstore vorbei, wo ich gleich Blasenpflaster kaufe. Die Unterhaltung mit ihr ist einseitig. Ich getrau mich noch nicht wirklich, englisch zu reden.

«My name is Switzerland, I'm from Alexa...»

An der Sprachschule Institute of Intensive English IIE werden alle neuen Sprachschüler freundlich empfangen. Wir stehen etwas schüchtern und nervös herum und warten. Nach einer kurzen Einführung zur Schule werden wir zum Einstufungstest geschickt. Gefühlt fülle ich diesen mehr schlecht als recht aus.

Meine Klasse ist sehr bunt durchmischt. Menschen aus Japan, Südkorea, Brasilien und auch einzelne aus der Schweiz. Wir beginnen mit einer Vorstellungsrunde und ich werde schon wieder nervös. Sprechen ist wirklich nicht meine Stärke. In Gedanken lege ich mir meine Sätze bereit. «Hello, my name is Switzerland, I'm from Alexa.» Alle lachen. Super Start. Etwas verlegen beginne ich nochmals. Diesmal ohne Versprecher. Wie sich alle vorstellen, merke ich, dass wir alle etwa auf demselben Level sind. Versprecher und Fehler werden gemacht und von unserem Lehrer ermutigend korrigiert. Ich bin beruhigt. Mein Versprecher ist bald vergessen.

Der Umgang während des Unterrichts ist sehr aufgestellt und familiär. Durch die lockere Stimmung fühlt es sich kaum wie Schule an. Die Lehrpersonen leben den «Aloha-Spirit» und geben diesen an die Studierenden weiter. Flipflops sind auch in der Schule an den meisten Füssen zu finden. Den Tag starten wir mit Erzählungen von den vergangenen Tagen. Auch unser Lehrer macht mit. So entsteht gleich ein persönlicheres Verhältnis. Hier kann ich mich nicht vom Sprechen drücken. Durch die Übung fällt es mir bald viel leichter.

Sprachaufenthalt USA, Hawaii, IIE, Lesson

«Aloha Spirit» auch während des Unterrichts.

Im Traum Profi-Surferin

Nach der Schule gehts für mich zum Surfunterricht. Diesen habe ich in der Schule dazugebucht. In der ersten Lektion werden uns die Basics des Surfens erklärt und wir üben das Aufstehen auf dem Brett erstmals im Trockenen. Dort klappt es schonmal sehr gut. Hochmotiviert renne ich ins Wasser. Meine Profi-Surf-Karriere ist zum Greifen nah. Sie wird aber mit der ersten Welle abrupt weggeschwemmt. Sieht leichter aus, als es ist. Kaum bin ich mit einem Fuss auf dem Brett schleudert, es mich weg. Aber ich geb nicht auf. Unzählige Versuche später und mit einem Push meiner Surflehrerin stehe ich dann doch zum ersten Mal auf dem Brett. Danach wate ich glücklich und mit gefühlt einem Liter Salzwasser im Bauch und der Nase aus dem Meer. Es macht Spass. Bis es aber so cool aussieht wie im Fernseher, muss ich noch etwas üben. Aber ich habe ja genug Zeit in Hawaii. Ich sehe mich schon mit all den Einheimischen und Profi-Surfer im Line-up. Träumen darf man ja wohl.

Konditionstraining mit sonniger Belohnung

Trotz sportlichen Ambitionen bleibt genug Zeit, die Insel zu entdecken. Ein Ausflug zum Diamond Head mit Sicht über Waikiki ist ein absolutes Muss. Wer sich für die Geschichte des zweiten Weltkriegs interessiert, kommt besonders beim Besuch von Pearl Harbor auf seine Kosten. Und wer seine Kondition mal so richtig testen möchte, wandert zum Koko Head. Die Wanderung ist streng. Unterwegs verfluche ich meinen ungesunden Lebensstil der letzten Wochen. Oben angekommen ist die Anstrengung aber schnell vergessen. Der Ausblick ist herrlich. Wir sind vor Sonnenaufgang los und sehen nun Oahu in ein schönes oranges Licht getaucht.

Sprachaufenthalt USA, Kanada, Koko Head

Der Aufstieg hat sich gelohnt. Alexa auf dem Koko Head.

Wenn Träume fliegen lernen

Der Traum mit der Profi-Surf-Karriere kann ich mir in Hawaii noch nicht erfüllen. Dafür nehme ich mir Zeit, einen anderen wahr werden zu lassen: Skydiving. Nach einer ausführlichen Instruktion geht es in die Höhe. Im kleinen Flugzeug steigt die Angst. Es kribbelt im ganzen Körper. Irgendwann wird die Türe des Flugzeugs geöffnet. Ich bin kurz davor alles abzubrechen. Worauf hab ich mich hier nur eingelassen? Es bleibt aber keine Zeit nochmals darüber nachzudenken. Kurz darauf stehe ich vor der offenen Tür und springe. Für einen Moment steht die Zeit still. Der Adrenalinkick ist unbeschreiblich. Die Aussicht über die ganze Insel herrlich. Ich fühle mich frei wie noch nie. Zurück am Boden würde ich am liebsten gleich nochmals gehen. Ein Ereignis, das mir noch lange in Erinnerung bleibt.

Sprachaufenthalt USA, Hawaii, Skydiving

Alexa erfüllt sich einen Traum in Hawaii.

Die Zeit in Honolulu neigt sich langsam dem Ende zu und ich packe meinen Rucksack für meine weitere Reise. Einige Unterkünfte habe ich bereits gebucht. Per Telefon. In Englisch. Hätte ich mir bei meiner Anreise kaum vorstellen können. Meine Scham, Englisch zu sprechen, ist verschwunden. Problemlos frage während meiner Reise nach dem Weg oder unterhalte mich in den Bussen mit Einheimischen. Allein bin ich nie. Ich treffe immer wieder andere Reisende aus der Sprachschule oder lerne neue Menschen kennen.

Hawaii verlasse ich mit einem Rucksack voller Erinnerungen, neuer Freunde und mit super Englisch-Skills. Hawaii 5-O werde ich zukünftig in der Originalsprache schauen.

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