Sprachaufenthalt Mexiko, Playa del Carmen, Strand

Sprachaufenthalt Playa del Carmen Erfahrungsbericht von Sara

Erfahrungsbericht

September, 2022 | Mara Duttweiler

«Saritaa!» «Despierta!» Es klopft an meine Zimmertür! Gequält öffne ich die Augen. Was ist los? Ich schau auf die Uhr. Verschlafen! Ich springe aus dem Bett. Und bereue die schnelle Bewegung. Die Drinks vom Vorabend machen sich bemerkbar. «Auuuaa». Ich öffne meine Zimmertür. Teresa steht davor. Ich stammle etwas wie «si, si ääh five minutes, ääh cinco minutos». Schliesse die Tür und zieh mich an. Ich war am Vorabend mit einigen anderen Sprachschüler unterwegs. Es wurde spät. An einem Mittwoch. In Playa del Carmen kein Problem. Fiesta gibt es die ganze Woche.

Verschlafen in der ersten Woche. Nicht, wie ich mir das vorgestellt habe. Fürs Frühstück nehme ich mir aber noch Zeit. Es gibt Rührei und Toast. Ich bin dankbar für die Stärkung. Teresa schaut mich mit einem verschmitzten Lächeln an. Ich bin wohl nicht die erste Sprachschülerin, die mit einem Kater am Frühstückstisch sitzt.

Musica Latina von früh bis spät

Dank dem Bus komme ich nur mit fünf Minuten Verspätung in die Don Quijote. Normalerweise laufe ich. 25 Minuten, um fit zu werden und zu sehen, wie Playa del Carmen erwacht. Schon früh morgens hört man aus den Häusern Musica Latina. Mexikaner wischen den Vorplatz ihres Hauses und unterhalten sich. Zu Fuss komme ich auch an der «Tienda» von José vorbei. Meist steht er beim Eingang zu seinem kleinen Laden und wartet auf Kunden. Seit dem ersten Tag grüsst er mich. Meine Snacks für die Schule kaufe ich bei ihm. Er interessiert sich sehr für mich und meine Herkunft. Und mindestens einmal pro Woche erwähnt José, wie gut mein Spanisch schon ist.

Sprachaufenthalt Mexico, Playa del Carmen, Stadt

Musica Latina und buntes Treiben in Playa del Carmen.

Spanisch lernen unter Palmen

Meine Verspätung in der Sprachschule wird mit einem strengen Blick geahndet. Ich stammle «lo siento, el bus» und schiebe alles auf die mexikanische ÖV. Die Klassenzimmer befinden sich hauptsächlich draussen unter Palmen. Besonders heute bin ich dankbar für die frische Luft. Trotz Kopfschmerzen beteilige ich mich im Unterricht. In den kleinen Klassen lässt es sich nicht verstecken. Ich lerne heute neue Wörter wie «bailar», «fiesta», «estoy cruda». Übersetzt: tanzen, Party, ich bin verkatert. Meine Lehrerin hat mich durchschaut.

Sprachaufenthalt Mexiko, Playa del Carmen, Don Quijote

An der Don Quijote lernt Sara Spanisch unter Palmen.

Nach dem Unterricht geht’s zu einem deftigen Mittagessen. Tacos im El Fogón, gleich um die Ecke der Sprachschule. Diese schmecken heute nochmals ein Stück besser. Ob mit Fisch, Chicken oder Fleisch. Ich könnte hier täglich essen.

Am Strand hole ich den verpassten Schlaf nach. Aber Vorsicht! Sonnencreme nicht vergessen. Auch wenn's bewölkt ist, kann man sich locker einen Sonnenbrand holen. Hier fühle ich mich wie im Paradies. Weisser Sandstrand und türkisblaues Meer. Die ideale Kulisse für Postkarten und Influencer-Fotos. Ich geniesse es und arbeite an einer schönen Mexiko-Bräune.

«Un, dos, tres - cinco, seis, siete»

An besseren Tagen besuche ich den Tanzkurs der Schule. Spätestens nach der ersten Lektion, kann man auf Spanisch zählen. Die Stimme des Tanzlehrers halt noch lange nach: «un, dos, tres – cinco, seis, siete». Dabei klatscht er im Takt. Feurige Rhythmen bei heissen Temperaturen. Nach dem Kurs bin ich schweissgebadet. Und glücklich. Hier lerne ich Pete aus den USA kennen. Er kann mich super führen. Mit ihm tanze ich am liebsten. Oft gehen wir gemeinsam an Salsa-Partys und zeigen, was wir können.

Die Zeit meines Lebens

Strand, Salsa und Spanisch – ich liebe diesen Lifestyle. In Playa del Carmen fühle ich mich einfach wohl. Manchmal schaffe ich es auch mal aus dem Ort raus. Ob für ein Wochenende in der Hängematte am Strand auf der Isla Holbox oder für einen Ausflug in die Vergangenheit zu den Maya-Ruinen in Cobá. Ein Highlight jagt das Nächste.

Sprachaufenthalt Mexiko, Playa del Carmen, Ausflug Holbox

Wie im Paradies: Ausflug nach Holbox.

In Mexiko erlebe ich die Zeit meines Lebens. Schweren Herzens muss ich mich nach drei Monaten verabschieden. Von Teresa, José, den Lehrer, dem guten Essen, dem schönen Strand und dem lockeren Lifestyle. Ich werde es vermissen…

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