Sprachaufenthalt im Sommer 2020: «Man merkt von der Corona-Situation gar nicht viel»

Sprachaufenthalt im Sommer 2020 Sprachreisen Allée Port des Pêcheurs
Maria verbrachte ihren Sprachaufenthalt diesen Sommer in Biarritz – und sie genoss diesen in vollen Zügen.

Maria verbrachte im Juli und August sechs Wochen im Sprachaufenthalt in Biarritz. Wir haben uns mit ihr darüber unterhalten, wie es aktuell vor Ort ist, ob sich das Erlebnis Sprachaufenthalt durch die Pandemie verändert hat und was sie am meisten an der Situation schätzt.

Liebe Maria, erzähl, wie ist dein Sprachaufenthalt?

«Der Sprachaufenthalt ist super. Ich war überrascht, wie hilfsbereit und nett die Franzosen sind. Auch die Lehrkräfte sind alle sehr sympathisch und zuvorkommend. Vor dem Sprachaufenthalt habe ich mir schon gedacht, dass die Sprachschule anders sein wird als die Schule hierzulande, aber auch hier wurden meine Erwartungen übertroffen. Es herrscht eine familiäre und herzliche Atmosphäre in der Sprachschule BLCI und doch ist der Unterricht nicht lasch, sondern geprägt von Disziplin. Unsere Lehrperson ist genial! Sie verfügt über sehr viel Erfahrung und da viele Schweizer nach Biarritz kommen, weiss sie, was für uns typische Fehler sind und weist uns darauf hin.»

Was hat dich zum Sprachaufenthalt bewogen?

«Wir haben uns zu viert entschiedenen einen Sprachaufenthalt zu machen. Wir studieren alle gemeinsam an der Pädagogischen Hochschule und brauchen für unseren Abschluss das Französisch-Diplom. Gemeinsam haben wir ein Airbnb gemietet, das wir bewohnen.»

Aber lernt ihr trotzdem Französisch? Oder sprecht ihr immer Deutsch?

«Wir haben vor dem Sprachaufenthalt abgemacht, dass wir in Biarritz nur Französisch sprechen – und das ziehen wir auch durch. Wir haben ein Ziel vor Augen, was das Ganze erleichtert. Natürlich war es anfangs im Airbnb teilweise schwierig, weil wir gewisse Wörter nicht wussten. Aber diese haben wir dann im Wörterbuch nachgeschlagen und mit Notizzettel in der Wohnung beschriftet. Ich bin mega dankbar, dass wir das so gemeinsam durchgezogen haben.»

Wie ist das öffentliche Leben in Biarritz? Ist dieses eingeschränkt?

«Vor dem Sprachaufenthalt hatte ich Sorgen, dass wir dann nur zu Hause sitzen werden. Aber es ist überhaupt nicht so! Wenn man sich in den Strassen umschaut, wirkt alles sehr normal. Die Restaurants werden besucht und auch am Strand hat es Menschen. Die Einheimischen wirken sehr entspannt und beruhigt. Wir konnten bisher alles unternehmen, was wir uns vorgenommen haben. Es gibt so viele schöne Orte in Biarritz: Man kann sich beispielsweise beim Leuchtturm hinsetzen und dort picknicken. Klar, Events wie das «Fêtes de Bayonne» wurden abgesagt, aber die kleineren, regionaleren Anlässe finden statt. Es läuft alles einwandfrei, daher merkt man von der Corona-Situation gar nicht so viel. Auch ist das Coronavirus nicht ein Dauerthema im Sprachaufenthalt, es gehört nun halt einfach dazu.»

Sprachaufenthalt im Sommer 2020 Sprachreisen Côte des Basques
Auch wenn in diesem Sommer alles anders scheint, so konnte Maria Biarritz trotzdem in vollen Zügen geniessen.

Welche Schutzmassnahmen gelten vor Ort?

«In geschlossenen Räumen, Einkaufsläden sowie an gewissen öffentlichen Plätzen herrscht Maskenpflicht. Dies ist jedoch mit Schildern signalisiert, so dass man weiss, wo man die Maske aufsetzen muss und wo man sie wieder abnehmen darf. Es gibt auch einen Platz, bei dem man nur während bestimmten Zeiten eine Maske tragen muss.»

Und wie ist es in der Sprachschule?

«Aktuell sind wir fünf Klassen mit jeweils ca. neun Sprachlernenden. Entsprechend sind wir nicht einmal 50 Sprachlernende an der Sprachschule. Ich finde das positiv, weil sich die Lehrpersonen mehr Zeit für uns nehmen können, man lernt dadurch auch effizienter und der Unterricht ist effektiver. Wenn man durch die Sprachschule läuft kennt man alle und kann sich mit Namen grüssen.  Man weiss, wer die anderen sind und ich habe wirklich viele Leute kennengelernt. Dadurch ist es noch viel familiärer und man kommt einfach in Kontakt mit den anderen.»

Gelten spezielle Schutzmassnahmen an der Sprachschule?

«Bevor man das Klassenzimmer betritt, muss man die Hände desinfizieren. Hier gilt die Maskenpflicht einfach beim Rumlaufen oder in den Gängen. Sobald man seinen Platz im Klassenzimmer erreicht hat, kann man die Maske abnehmen. Die Lehrpersonen ziehen eine Maske an, wenn sie näher zu einem kommen, um etwas zu erklären.»

Werden von der Sprachschule Freizeitaktivitäten angeboten?

«Ja, sogar sehr viele. Ich weiss nicht, ob sie sonst noch mehr Aktivitäten anbieten würden, aber diejenigen die aktuell auf dem Programm stehen, sind super. Sie lösen die Situation betreffend Schutzmassnahmen auch sehr vorbildlich, so dass der Abstand stets eingehalten werden kann: Es werden Wanderungen angeboten, man kann Surfstunden nehmen oder am Riverrafting teilnehmen. Es wird gefragt, wer sich für welchen Ausflug interessiert und dann organisiert die Sprachschule diese Aktivität in Gruppen à acht Personen.»

Sprachaufenthalt im Sommer 2020 Sprachreisen Plateau de l'Atalaye
Was für ein Ausflug: Diese tolle Aussicht gibt’s vom Plateau de l’Atalaye.

Was sind aus deiner Sicht die Vorteile, dass du während dieser Zeit im Sprachaufenthalt warst?

«Da gibt es verschiedene. Ich schätze es, dass es nicht so viele Menschen hat, das macht es angenehmer, die Stadt zu erkunden oder ins Einkaufszentrum zu gehen. In der Sprachschule war es super, dass die Lehrpersonen genügend Zeit haben, um sich individuell um die Sprachlernenden zu kümmern. Grundsätzlich nehme ich den Sprachaufenthalt aber nicht viel anders wahr als ohne die Pandemie.»

Hat dich das Interview von Maria motiviert, ebenfalls einen Sprachaufenthalt zu machen? Dann nichts wie los! Lass dich von unseren erfahrenen Experten beraten, damit du den für dich perfekten Sprachaufenthalt findest.

Noémie Obrist

Noémie arbeitete bei Boa Lingua als Content Communication Manager. Ausser, dass sie selbst Texte schreibt, liest sie sehr gerne oder schwingt auch mal den Kochlöffel. Das Kulinarische fasziniert sie nicht nur zu Hause, sondern auch in fernen Destinationen, wo sie ihren Magen am liebsten mit lokalen Speisen verwöhnt. Ihre (Sprach-)Aufenthalte verbrachte sie in Montreux, Italien, England und Spanien.

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