Sprachaufenthalt Costa Rica, Vulkan

Boa Lingua Experten unterwegs Cristina erkundet Costa Rica

Boa Lingua Family

Januar, 2024 | Cristina Alvarez

Hola, ich bin Cristina! Spanische Schweizerin. Hasen-Mami. Naturmensch. Hobby-Fotografin. Südamerika-Fan. Leidenschaftliche Tierfreundin. Finance Manager bei Boa Lingua (Oh ja, das passt alles unter einen Hut – zumindest unter einen riesigen Sombrero!). Reisen bedeutet für mich Freiheit. Die Welt mit neuen Augen sehen. Falls du Lust auf Costa Rica hast, gibt’s hier meine persönlich erprobten Insidertipps.

Okay, wir Spanier sind temperamentvoll. Oder zumindest etwas emotionaler als die Schweizer. Was man sich über uns erzählt, das stimmt zwar nicht immer (nein, als Managerin bei Boa Lingua genehmige ich mir nicht täglich eine ausgiebige Siesta), aber hat doch einen wahren Kern, den ich nicht ganz von mir weisen kann. Wir diskutieren lautstark, vergnügen uns bei Tapas-Orgien, feiern das Leben mit lauter Musik und umarmen einander, wenn wir uns treffen. Vielleicht zieht es mich und meine Freundin deshalb immer wieder in spanischsprachige Länder rund um den Globus. Dorthin, wo man das Leben spürt, wo Menschen selbst dann freudig gestikulierend mit dir ins Gespräch kommen wollen, wenn du nur kurz nach dem Weg fragst. Vielleicht liegt es auch daran, dass wir aus Galicien stammen, ausgerechnet jener nordwestlichen Gegend Spaniens, die bei den Römern als Ende der Welt galt. Das Ende der Welt? Wir legen gute 8.000 Kilometer drauf und fliegen in 12 Stunden ganz entspannt von Zürich nach Costa Rica. Entspannt deshalb, weil wir zu diesem Zeitpunkt noch nichts ahnen von Pumas, die sich als Ameisenbären tarnen, weisen Krokodil-Flüsterern und grell-leuchtenden Augenpaaren im nächtlichen Dschungel.

SUPPENSCHILDKRÖTE? BITTE AM STRAND STATT AUF DEM TELLER

„Cocodrilos“, ruft der einheimische Guide fröhlich und pfeift durch die Zähne, während er mit seiner Hand auf das dunkelgrüne Wasser des Rio Suerte deutet. Vor dem kleinen, bunten Holzboot, mit dem wir durch den Nationalpark Tortuguero schippern, entdecke ich den urzeitlichen Lauerjäger. Ein seltsames Gefühl, man müsste nur die Hand ausstrecken und könnte ihn tatsächlich berühren. Wie eine Gallionsfigur weist uns der Kaiman den Weg zur karibischen Küste. Rechts und links erheben sich dichte, sattgrüne Wände aus Dschungelpflanzen. Am verwachsenen Uferrand dösen Schildkröten. Sie sind es, die uns nach Tortuguero führen, einem kleinen Ort mit 700 Einwohnern im Norden Costa Ricas. Seine Strände sind berühmt als Brutplätze für Schildkröten, darunter auch seltene Arten, wie die vom Aussterben bedrohte „Suppenschildkröte“. Zu Tausenden kommen die gepanzerten Meeresbewohner zur Eiablage an den schwarzen Sandstrand. Ich höre die Laute der Affen und Vögel, spüre die tropische Luftfeuchtigkeit auf meiner Haut und bemerke eine innere Leichtigkeit, wie man sie nur spürt, wenn man unbekanntes Terrain betritt, neue Wege geht. Seit knapp einer Woche sind wir nun in Costa Rica, haben die ersten Tage ganz entspannt in der einstigen Hauptstadt Cartago verbracht, die Schwarze Madonna in der Basilika fotografiert und an den Strassenständen mit den geschwätzigen Marktfrauen geplaudert. Jetzt also Wildnis, Dorfleben und karibische Vibes.

Sprachaufenthalt Costa Rica, Schildkröte

Wie süss! Am Karibikstrand in Tortuguero schlüpfen tausende kleine Schildkröten.

GUT GEBRÜLLT, AFFE!

Costa Rica ist ein Land, das mit einer unfassbaren Biodiversität gesegnet ist. Die Einheimischen lassen keine Gelegenheit aus, den Touristen die einzigartige Fauna und Flora näherzubringen. Bewaffnet mit Taschenlampe und Moskitospray machen wir uns also am darauffolgenden Abend auf zu einer geführten Nachtwanderung. Wir wollen Pumas entdecken. Stattdessen sehen wir Frösche, Schlangen, Spinnen und putzige Wickelbären. Ausserdem gibt’s ein Selfie mit Faultier. Immer wieder knipsen wir unsere Lampen aus, um im nächtlichen Dschungel unsichtbar zu sein. Ganz schön aufregend. Die Pumas bleiben trotzdem in ihrem Versteck. Also, ab ins Bett und mit den ersten Schreien der Brüllaffen in der Morgendämmerung wieder raus aus den Federn. Snoozen? Fehlanzeige, hier bestimmt die Natur den Tagesrhythmus.

Sprachaufenthalt Costa Rica, Puerto Viejo de Talamanca, Jaguar Rescue Center

Faultiere sind in Costa Rica leicht zu entdecken – schlafen sie doch bis zu 20 Stunden am Tag.

WO CHRISTOPH KOLUMBUS AUF HARRY POTTER TRIFFT

Den nächsten Morgen starten wir mit einer Portion Gallo Pinto, einem herzhaften Frühstück aus Reis, Bohnen und Gemüse. Als wir danach bei einer Bootsfahrt durch die Lagunen und Wasserläufe freche Klammeraffen und bunte Tukane und Aras sichten, fühle ich mich wie Christoph Kolumbus auf Entdeckungsfahrt. Die Welt ist ein Wunder – und ich mittendrin. Am letzten Abend in Tortuguero hat der Rezeptionist noch eine besondere Überraschung für uns parat: Er führt uns einen schmalen Pfad entlang, nur wenige Meter hinter unserer Unterkunft. Als er die Taschenlampe anknipst, starren mich zwei katzenartig leuchtende Augen an. Nur wenige Schritte entfernt liegen zwei riesige Alligatoren am Uferrand. Mein Herz setzt einige Schläge aus. Abenteuer pur und fast noch besser als Pumas! Als beim Abschied von Tortuguero ein herziger grün-brauner Basilisk über den Bootssteg huscht, ein Tier, das ich bisher nur als mordende Bestie aus J.K. Rowlings Wunderwelt kenne, denke ich unweigerlich an Harry Potter: Arresto Momentum! Ach, könnte ich doch auch die Zeit aufhalten.

Sprachaufenthalt Costa Rica, Playa Tamarindo,  Gallo Pinto

Mmhh, köstlich! Gallo Pinto gehört zu einem traditionellem Frühstück in Costa Rica.

LA FORTUNA HEISST GLÜCK – WEN WUNDERT’S?

Wildwasser Rafting? Zipline-Tour? Vulkanbesteigung? Nach einigen Tagen himmlischer Entspannung im bezaubernden Ort La Fortuna entscheiden wir uns fürs Outdoor-Abenteuer: ein Sprung ins prickelnde Nass des gleichnamigen Wasserfalls. Wer die Treppen zum Wasserbecken hinuntersteigt, wandelt durch eine magische Naturidylle. Schmetterlinge, Orchideen und ein atemberaubender Blick über den Nationalpark – so viele Fotomotive. Ich bin berauscht von der Schönheit Costa Ricas.

AM FUSSE DES AKTIVSTEN VULKANS DER ERDE

Wer eine Reise tut, kann was erzählen, sagt man. Wieder einmal begeben wir uns auf die Suche nach dem berüchtigten Puma, der in den Wäldern Costa Ricas beheimatet ist. Auf eigene Faust entdecken wir den Arenal Volcano Nationalpark im Zentrum des Landes. Der El Arenal gilt als aktivster Vulkan der Erde und obwohl er 2010 das letzte Mal ausgebrochen ist, sieht man um seinen Krater Rauchschwaden aufsteigen. Wir entdecken bunte Giftfrösche und wandern über schwindelerregende Hängebrücken. Als es plötzlich im Gebüsch raschelt, wünschen wir uns für einen kurzen Moment, doch keinen Puma zu sichten. Unser Wunsch wird prompt erfüllt: Vor uns steht ein zotteliger Ameisenbär, der mit seiner langen Zunge Insekten aus einem Bau leckt. Vermutlich sind es genau diese magischen Momente, die als Erinnerung für immer bleiben und unsere Reiselust beflügeln. Danke, liebes Leben!

MONTE VERDE – BIODIVERSES HOCHLAND MIT ABENTEUERGARANTIE

Nach einer kurvenreichen Fahrt sind wir im bergigen Nordwesten Costa Ricas angelangt. Unser nächster Sehnsuchtsort ist Monte Verde und das gleichnamige Nebelwaldreservat. Unser „Hotel“ ist ein Holzhaus im Wald, schlicht, aber mit allem Komfort ausgestattet, den man braucht. Und was uns am meisten begeistert: eine Schaukel mit Blick auf den Sonnenuntergang. Was für ein magischer Ort! Auf unserer Reise kommen wir ganz leicht mit Einheimischen ins Gespräch, bei einem Fruchtshake, der überall am Strassenrand angeboten wird oder bei einer Tasse Kaffee. Apropos: Monte Verde ist aufgrund der Höhenlage das ideale Kaffeeanbaugebiet. Wer hier eine Kaffeeplantage besichtigt, der weiss danach, dass Kaffeebohnen eigentlich Beeren sind. Aber vom duftenden „Café con leche“ zurück zu unseren Abenteuern in Monte Verde. Wir lernen José kennen, Hobby-Fotograf und Guide. Er führt uns mit der Trittsicherheit eines Einheimischen über Hängebrücken und auf Trampelpfaden zu den schönsten Plätzen im Nebelwald. Wir sehen tausende von Kolibris, Tukane und süsse Baby-Agutis, deren kuscheliges Fell man einfach streicheln möchte. Als unser Guide mit einem Stöckchen vor einem Erdloch auf den Boden klopft, erscheinen erst die furchteinflössenden Beissklauen und dann der behaarte Leib einer riesigen Vogelspinne. Apropos kuschelig: Vorerst dann doch keine Streicheleinheiten!

Sprachaufenthalt Costa Rica Sámara

Weit gespannte Hängebrücken über tiefgrünen Baumkronen

„PURA VIDA“ BEIM SPANISCH LERNEN IN SAMARA

Samara ist ein bezaubernder Ort an der Küste des Pazifischen Ozeans in der Provinz Guanacaste, ein Eldorado für Wassersportler, Aussteiger und Sprachreisende. Hier reiten Surfer die perfekte Welle und Hippies verkaufen Perlenketten am endlos langen Sandstrand. Wer „Pura Vida“sucht, ist hier goldrichtig. Wer Spanisch lernen möchte, der auch: Boa Lingua bietet nämlich mit der Intercultura Samara eine Sprachschule zwischen Dschungel und Pazifik. Die Schule liegt direkt am Sandstrand. Von den bunten Klassenzimmern geht es durch den tropischen Palmengarten direkt ans Meer. Weil die Schule viel Wert auf raschen Lernerfolg legt, ist die Gruppengrösse auf 6 Sprachschüler beschränkt und der Schulbetrieb professionell organisiert. Fantástico, da sprichst du bald so fliessend Spanisch wie die Einheimischen. Apropos: Der lokale Bäcker liefert süsse Snacks mit dem Strandwagen. Damen aus dem Ort organisieren den Mittagstisch für die Sprachschüler und bringen typisch regionale Spezialitäten in grossen Kochtöpfen vorbei. Knusprige Empanadas. Herzhaftes Casado. Pikantes Picadillo. Da kannst du dich nach dem Unterricht stärken und gleichzeitig Gourmet-Fachvokabular mit Locals austauschen. Das nennt man authentisches Lernen. Vielleicht wohnst du sogar bei einer der Köchinnen? Denkbar wäre es – die Gastfamilien leben nämlich alle in Gehdistanz zur Schule und wer es eilig hat, fährt mit dem Velo durchs Dorf. Dort gibt es entzückende Cafés, lässige Strandbars und chillige Beach-Restaurants, die zum Dessert magische Sonnenuntergänge servieren. Wer lieber den Sonnengruss in der Morgendämmerung praktiziert, der meldet sich an der Schule für die Yogalektion an. Salsa? Zumba? Auch tanzend kann man an der Intercultura Samara Sprache lernen. Und die Sportler wählen Schnorcheln oder Kayaking als Freizeitaktivität. Okay, ich sage das jetzt zum ersten Mal in meinem Leben (und ganz leise): „Leider bin ich Spanierin.” Und daher Muttersprachler. Also werde ich meinen nächsten Sprachaufenthalt wohl nicht in Samara machen. Wie schade!

Sprachaufenthalt Costa Rica, Klassenzimmer

Klassenzimmer zwischen Dschungel und Pazifik

ADRENALINKICK MIT URZEITECHSEN UND SALSA AM STRAND

Mal ehrlich, nach unserem Aufenthalt in Samara dachten wir schon, besser geht’s nicht mehr! Bis wir mit einem Cocktail in der einen und einem Buch in der anderen Hand am Strand von Jaco liegen. Malerische Buchten, türkisblaues Meer, charmante Boutiquen, chillige Bars und lässige Clubs. In Jaco gibt’s Aussteigerfeeling mit Meerblick, Partystimmung bis zum Sonnenaufgang und on top eine Sprachschule von Boa Lingua: Academia Tica Spanish School Jacó Beach. Die liegt im Herzen von „Surf City“. Auch an dieser Schule lernt man in kleinen Gruppen und profitiert vom individuellen Feedback der Sprachlehrer. So hebt man die Sprach- und Surfskills auf das nächste Level. Auch die Freizeitaktivitäten sind so bunt wie der belebte Küstenort: Kochworkshops, Malkurse, Rafting, Wanderungen. Und das absolute Highlight: ein Pool im Schulgarten. Wir mieten uns in Jaco ein kleines Boot, um mit den „Krokodil-Flüsterern“ eine Tour zu den riesigen Alligatoren zu machen. Kaum zu glauben, aber diese monströsen Echsen lassen sich von den Guides einfach rufen und erhalten als Belohnung rohe Fleischstücke. Unser ganz persönlicher Tipp für eine Aktivität in Jaco? Zugegeben, auch wenn es kitschig klingen mag: ein Reitausflug mit einem Einheimischen am Strand bei Sonnenuntergang. Was für ein Lichtspektakel! Und natürlich barfuss Salsa tanzen in einer der bunten Strandbars.

Sprachaufenthalt Costa Rica, Jacó, Academia Tica Spanish School Jacó Beach, Strand

Romantik pur – Sonnenuntergang am Jaco Beach

Danke, dass du meinen Blog gelesen hast. Schön, dass ich meine ganz persönlichen Erlebnisse mit dir teilen durfte. Vielleicht zieht es dich ja auch raus in die Welt? Eines weiss ich nämlich bestimmt: COSTA RICA, MI AMOR, ¡VOLVERÉ! ICH KOMME WIEDER!

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