Sprachaufenthalt USA, New York, Empire Timesquare

Sprachaufenthalt New York Erfahrungsbericht von Yvonne

Erfahrungsbericht

November, 2022 | Mara Duttweiler

Riesige Wolkenkratzer, unzählige gelbe Taxis, überall Leuchtreklamen. Ich weiss gar nicht, wo hinschauen. Busy New Yorker eilen über die Strasse. Ich sitze auf dem Rücksitz in einem Auto. Auf dem Weg zu meiner Gastfamilie. Die Vorfreude auf mein bevorstehendes Abenteuer steigt.

Schon unzählige Filme und Serien aus New York habe ich gesehen. Jetzt bin ich endlich da. Für meinen eigenen «American Dream» in der Stadt, die niemals schläft.

Wir halten vor einem Reihenhaus. Eine steile Steintreppe führt zum Hauseingang. An der Fassade weht eine USA-Flagge. Meine Gastfamilie lebt in Queens. Laura, meine Gastmutter begrüsst mich herzlich und zeigt mir mein Reich. Als Laura die Treppe heruntersteigt, fürchte ich schon, ich werde im Keller einquartiert. Im Basement, wie es die Amis nennen, befindet sich aber ein schön eingerichtetes Zimmer mit Fenster und mein eigenes Bad. Von Keller-Atmosphäre keine Spur.

Beim Abendessen unterhalte ich mich mehr oder weniger mit Laura. Ich verstehe fast alles, was sie sagt. Das Sprechen fällt mir aber noch etwas schwer. Ich mache mir viele Gedanken. Zu gross ist die Angst etwas Falsches zu sagen.

Mit Guillermo zum Willkommensbrunch

Mit mir lebt ein weiterer Sprachschüler bei Laura. Er ist unterwegs. Natürlich. Samstagabend in New York verbringt man nicht zu Hause. Ich treffe ihn am nächsten Morgen beim Kaffee in der Küche. Guillermo aus Mexiko. Seine Augen sind noch etwas klein und verschlafen. Ist wohl spät geworden letzte Nacht. Trotz Schlafmangel begleitet mich Guillermo zum Sonntagsbrunch an die EC New York. Beim Anblick der Metro-Karte bin ich sehr dankbar für seine Begleitung. Sieht eher aus wie eine abstrakte Zeichnung als wie ein Fahrplan.

An der EC New York treffe ich auf weitere neue Sprachschüler. Beim Brunch komme ich schnell ins Gespräch und lerne bereits neue Freunde kennen. Meine Nervosität vor dem ersten Schultag ist weg.

Die Sprachschule liegt mitten in Mannhatten unmittelbar am Times Square. Ich kanns kaum erwarten die Stadt zu entdecken. Nach dem Brunch gehe ich auf eine erste Sight-Seeing Tour. Da bin ich nicht die Einzige. Es ist Sonntag. Die Stadt ist voll. Müde von den ganzen Eindrücken und geplagt vom Jetlag entscheide ich mich, meine Tour auf einen anderen Tag zu verschieben. Zeit habe ich genug.

Sprachaufenthalt USA, New York, Empire Timesquare

Leuchtende Werbung und zahlreiche Touristen - Times Square New York

«Lost in New York»

Auf dem Rückweg muss ich mich der Hürde ÖV-Netz allein stellen. Wie war nochmals der Name meiner Station!? Schlau, wie ich bin, habe ich mir natürlich alles notiert. Und dank meiner Citymapper App finde ich den schnellsten Weg. Theoretisch. Nach einigen Minuten merke ich, dass die Namen der Stationen nicht mit denen meiner App übereinstimmen. Mir wird warm. «Lost in New York». Ich sehe schon die Schlagzeilen. Finde ich je wieder zurück? Ich werde nervös und checke meinen Fahrplan. Alles klar. Ich habe die richtige Metro erwischt, aber in die falsche Richtung. Also wieder zurück. Wird nicht das letzte Mal sein, dass mir dies passiert.

Von «good» zu «exceptional»

Den Weg zur EC finde ich glücklicherweise immer. Diesen habe ich mir eingeprägt. Meine Klasse ist sehr vielseitig. Menschen aus Asien, Lateinamerika und natürlich Europa. Der Austausch mit den unterschiedlichen Kulturen macht den Unterricht zusätzlich spannend. Chris, unser Lehrer, gestaltet den Unterricht sehr abwechslungsreich. Grammatikübungen, Hör- und Leserverständnisse und Schreibübungen sind genauso Teil unseres Unterrichts wie Konversation. Während des Unterrichts muss ich Englisch sprechen. Mit der Übung verschwindet aber auch die Angst etwas Falsches zu sagen.

Chris lehrt uns, wie wir unsere Sprache mehr ausschmücken. Anstatt alles immer «good» oder «great» zu finden, sollen wir Wörter verwenden wie «exceptional», «amazing» oder auch «thrilling». Ich schreibe mir eine ganze Liste solcher Wörter und baue sie in meine Gespräche ein.

In meinem Freundeskreis in New York gibt es keine Schweizer. Deutsch spreche ich nur noch selten. Bei den Videocalls mit meiner Familie, fallen mir oft die englischen Wörter vor den Deutschen ein.

Sprachaufenthalt Sprachreisen Englisch USA in New York EC

Amazing, Thrilling and Exceptional. Die Stimmung an der EC New York.

Unbegrenzte Möglichkeiten

In New York wird es mir nie langweilig. Die Millionen Metropole bietet eine beinahe grosse Auswahl an Aktivitäten. Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten macht seinem Namen alle Ehren. Natürlich besuche ich die bekannten Sights der Stadt: Rockefeller Center, Empire State Building und die Freiheitsstatue. Hier begegnet man aber hauptsächlich Touristen. Das richtige New-York Feeling ist hier nicht zu finden.

Manhattan ist unglaublich vielseitig. In nur wenigen Metro-Minuten entdeckt man neue Welten. Im farbigen Chinatown reiht sich ein asiatisches Lebensmittelgeschäft an das nächste. Überall leuchten chinesische Schriftzeichen. Im angesagten SoHo arbeiten Studenten und Selbständige an ihren Macbooks in hippen Cafés. Im modernen Financial District beobachte ich Menschen in Anzügen auf dem Weg zur Arbeit oder in der Mittagspause an einem Foodstand. New York ist wie ein grosses Streetfood-Festival. Alle paar Meter steht ein Foodtruck mit Essen aus aller Welt. Hotdogs, Gyros oder Tacos. Satt wird man überall.

Mitten in der Grossstadt findet man im Central Park eine grüne Oase. New Yorker am Joggen, Spazieren oder am Hunde ausführen. Hier kann man gut etwas abschalten.

Sprachaufenthalt USA, New York, Central Park

Grüne Oase mitten in der Grossstadt. Der Central Park von oben.

Ich liebe den NY-Lifestyle. Morgens hole ich mir ein Coffee-To-Go, nach der Schule besuche ich ein Yogastudio oder gehe joggen und ich fluche über die Touristen. Wie eine richtige New Yorkerin. Eigentlich möchte ich gar nicht mehr weg. Meine Zeit hier im Big Apple ist einfach «exceptional».

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