Sprachaufenthalt England, Bristol, The Thekla

Sprachaufenthalt Bristol Erfahrungsbericht von Gian

Erfahrungsbericht

Dezember, 2023 | Gian Weber

Yay, great to have you back! Vermutlich kennst du mich schon. Falls nicht: A warm welcome, ich bin Gian! Du darfst natürlich auch einfach bei diesem Teil meiner Sprachreise einsteigen. Bristol! Oder du machst eine kleine Zeitreise und klickst dich ganz einfach zurück und startest in London (Teil 1) und reist dann weiter nach Brighton (Teil 2). Achtung Spoiler! Wenn du es ganz eilig hast, beamst du dich zur letzten Etappe meiner Reise: Dublin (Teil 4).

Mein Sprachaufenthalt führt mich durch Grossbritannien. Hier lerne ich an 4 unterschiedlichen EC-Schulen in London, Brighton, Bristol und Dublin fliessend Englisch. Weshalb ich das mache? Gute Frage! Erstens: Ich arbeite bei Boa Lingua und habe den Anspruch, selbst zu erleben, was ich anderen empfehle. Zweitens: Mittlerweile ist in vielen Unternehmen Englisch die Geschäftssprache. Da will man sich ja nicht blamieren! Und drittens: Reisen ist meine absolute Leidenschaft. Weil ich die Welt dabei mit neuen Augen sehe. Und weil mich die vielen wundervollen Begegnungen prägen. Oder anders gesagt: Weil meine Neugierde mindestens so gross ist, wie die Welt😉. Es gibt noch viel zu entdecken!

Also, auf nach Bristol. Dort sprayt der Street-Art Künstler Banksy mein Lebensmotto auf Wände. Joseph zeigt uns die tollsten Jazzclubs. Und ich werde zum Dichter, der den Tiger aufweckt. Du verstehst nur Bahnhof? Na dann, los geht’s. Wenn wir uns nicht beeilen, verpassen wir den Zug!

IN WELCHER SPRACHE TRÄUMST EIGENTLICH DU?

„16.50 ab Paddington“. Na ja, fast. Eigentlich ist es erst 9 Uhr am Morgen. Aber wer denkt nicht an Agatha Christies bekannten Krimi, wenn er am Bahnhof Paddington umsteigt? Okay, vielleicht denkst du an Paddington Bär. Das Buch von Agatha Christie hat mir soeben ein geschäftstüchtiger Strassenverkäufer angedreht. Ein Dufflecoat, wie der Bär ihn trägt, wäre allerdings auch nicht schlecht. Das Wetter ist, na ja, wie soll ich sagen: typisch englisch! Grauer Himmel, Nieselregen. Doch meine Vorfreude auf die neue Sprachschule schillert in allen Farben. Trotzdem spüre ich ein leichtes Kribbeln im Magen. Bietet die neue Schule interessante Freizeitaktivitäten? Komme ich mit meinen Mitschülern leicht ins Gespräch? Und wie sieht meine Unterkunft aus? Was den Kurs betrifft, so hoffe ich beim Einstufungsgespräch ganz fest auf „Advanced English“. Als der Zug wenige Minuten später in Richtung Bristol tuckert, stelle ich einmal mehr fest, wie sehr sich mein Englisch verbessert hat. Ob Small-Talk mit dem Schaffner oder englische Lektüre – ich glaube, ich träume sogar schon in Englisch. Wenn du einen Sprachaufenthalt machst, tauchst du völlig in die Sprache ein. Egal, welche Schulnoten du hast. Egal, wieviel Talent du besitzt. Da ist der Lernerfolg garantiert. Weil die Fremdsprache in dein Leben integriert ist. Manchmal sogar, ohne dass du es bemerkst. So einfach ist das!

HEIMAT IST DA, WO BEGEGNUNG STATTFINDET

„I love Banksy!“, jauchzt Indira und zeigt voller Stolz auf ein Graffiti des gehypten Street-Art Künstlers. Indira ist eine junge Studentin und genau wie Banksy wurde sie in Bristol geboren. Sie leitet unseren Welcome-Walk, den die EC Bristol für Neuankömmlinge veranstaltet. Clifton Suspension Bridge. St Mary Redcliffe Church. Wapping Wharf. Harbourside. Indira führt uns als Einheimische durch ihre Heimatstadt und erzählt zu jedem Ort eine lustige Geschichte. So lerne ich nicht nur Bristol, sondern auch andere Schüler kennen. Wer sagt’s denn: Ist die Schule gut organisiert, fällt das Ankommen leicht. Ich unterhalte mich mit Luca aus Palermo, der zukünftig in New York arbeitet und deshalb den Diplom Sprachkurs zum Cambridge Advanced Certificate macht. Ahmad aus Riad hat eine andere Motivation, er plant eine Weltreise. Carla ist Frisörin in Wien und will die Matura nachholen. Jeder von uns hat seine eigene Geschichte, die ihn auf Sprachreise führt. Oder wie Banksy sprayen würde: Dream big dreams.

Sprachaufenthalt England, Bristol, Streetart

Auf der Welcome-Tour durch Bristol ist Banksy an jeder Ecke zu finden.

Etwas später erklimmen wir gemeinsam die Aussichtsplattform des Cabot Towers. Nur Nanami, eine Mitschülerin aus Tokio, ist nicht schwindelfrei und bleibt lieber mit beiden Beinen am Boden. Ich schleppe ihre riesige Spiegelreflexkamera die enge Wendeltreppe hoch und knipse für sie ein Foto mit fantastischer Aussicht. So macht man das auf Sprachreise. Man hilft sich gegenseitig. Nicht nur im Unterricht. Danach zeigt uns Indira ihr Lieblingspub im Universitätsviertel. Wenn du dein Englisch mit Einheimischen vertiefen willst, sind englische Kneipen der perfekte Ort. Schummriges Licht, dunkle Holzeinrichtung, gesellige Atmosphäre. Carla stellt sich an den Tresen und bestellt Grüntee. Okay, spätestens jetzt ist klar, dass wir keine Einheimischen sind und Indira weiht uns lachend in die Geheimnisse der Pub-Kultur ein. Der Barman reibt sich die grauen Bartstoppeln, schüttelt verständnislos den Kopf und brummt ein paar Worte. Vielleicht ist es manchmal besser, wenn man nicht alle Vokabeln versteht.

Sprachaufenthalt England, Bristol, Cabot Tower

Nur für Schwindelfreie: der Aufgang zum Cabot Tower.

YOU NEVER GET A SECOND CHANCE, TO MAKE YOUR FIRST IMPRESSION

Man sagt, der erste Eindruck zählt. Das weiss anscheinend auch unser Schulleiter. Am ersten Tag steht nämlich sein Sohn Joseph im Klassenzimmer. Er ist sympathisch, witzig und sieht aus wie Ed Sheeran. Joseph drückt jedem von uns eine Karte in die Hand. Darauf hat er angesagte Spots in Bristol markiert, die in keinem Reiseführer zu finden sind. Karaoke-Bars, Scones-Läden und die besten Jazzclubs der Stadt. Das nenne ich persönliches Service. Wir sind begeistert und haben viele Fragen an Joseph. Toppen kann diesen Auftakt nur noch unsere neue Lehrerin Cynthia. Sie ist ein richtiges Energiebündel und ihr Unterricht ist vielseitiger als Street-Art. Wir machen Filmbesprechungen, lernen Redewendungen und erarbeiten sogar ein Konzept für Tierschutz im städtischen Raum. In kleinen Gruppen verteilen wir uns in der gemütlichen Lobby, diskutieren und präsentieren. Zwischendurch gibt’s natürlich immer wieder Grammatik. Auch das muss sein. Was ich besonders schätze: Cynthias persönliches Feedback für jeden Schüler. Und natürlich ihre selbstgemachten Chocolat Cookies. Cynthia gibt uns individuelle Tipps und Aufgaben. Mich lobt sie für meine Aussprache. „Very British, Gian“, sagt sie anerkennend. Das erfüllt mich mit Stolz. Bestimmt habe ich meine gute Aussprache auch der neuen Gastmutter zu verdanken, die very British ist: höflich, elegant und mit feinem Humor. Apropos Stolz: Habe ich schon erwähnt, dass ich in den Advanced English Kurs aufgestiegen bin? Wusste ich’s doch: No pain, no gain. Ohne Fleiss kein Preis.

Sprachaufenthalt England, Bristol, EC Bristol, Pausenraum

Diskutieren und präsentieren in der gemütlichen Lobby der EC Bristol.

STERNSTUNDEN IN BATH

Grauer Himmel. Nieselregen. 8 Grad. Wen stört’s? Mich nicht! Ich sitze nämlich mit meinem Gastbruder Sergio in den heissen Thermalquellen in Bath und geniesse die Wärme. Den Ausflug haben wir bei der engagierten Rezeptionistin unserer Schule gebucht. Die Pub-Quiz-Night gleich dazu. „Qué bonito!“, hat Sergio begeistert ausgerufen, als sie uns den Flyer in die Hand gedrückt hat. Hast du gewusst, dass sich in Bath das einzige Naturthermalbad Grossbritanniens befindet? So sind wir also nach dem Unterricht mit dem Shuttlebus nach Bath getuckert. Wenn du mich fragst, eine sehr gute Entscheidung. Lernt man doch bei gemeinsamen Aktivitäten auch Schüler aus anderen Kursen kennen und findet ganz entspannt neue Freunde. Oder Eidgenossen. Im Bus unterhalte ich mich mit Kira in Englisch, bis wir feststellen, dass wir beide Schweizer sind. Die Welt ist ein Dorf. „Vamos“, ruft Sergio übermütig und hüpft aus dem Becken. Auf dem Dach gibt’s einen Pool unter freiem Himmel. Sterne werden wir heute vermutlich keine sehen. Aber hoffentlich erleben wir später noch Sternstunden beim Pub-Quiz.

Sprachaufenthalt England, Bristol, Therme Bath

Entspannter Ausflug in die Therme in Bath vor dem aufregenden Pub-Quiz.

VON JAPANISCHEN DICHTERN UND AUFGEWECKTEN TIGERN

The sun is shining. People close their umbrellas. The rain has stopped. Cynthia zwinkert mir aufmunternd zu. Meine Mitschüler applaudieren. Ich verneige mich und erröte ein wenig. Hast du schon einmal ein Haiku, ein japanisches Kurzgedicht, geschrieben? Auch für mich und meine Mitschüler ist das eine ganz neue Erfahrung. Wenn du eine Sprachreise machst, bist du multikulturell unterwegs und erweiterst deinen Horizont. Vielleicht entdeckst du sogar den Poeten in dir. Jeden Tag machst du neue Erfahrungen. Nicht nur im Unterricht. Auch in der Lobby, wo alle zusammenkommen. Dort plauderst du beim Cappuccino mit Menschen aus aller Welt. Was mir an der EC besonders gut gefällt? Alle Schulen sind gut vernetzt. Jede Schule hat denselben Lehrplan zur selben Zeit. Das bedeutet, du kannst durch Grossbritannien reisen, die Schule wechseln und machst doch nie denselben Unterrichtsstoff. So kannst du Englisch lernen und dabei ein Land entdecken. Ach ja, die Sonne scheint heute tatsächlich. Cynthia hätte da gleich die passende Redewendung: Every cloud has a silver lining. Auf Regen folgt Sonnenschein. Es ist mein letzter Tag in Bristol. Ob es mir schwerfällt zu gehen? Nein, denn ich komme wieder. Bristol wird immer ein Teil von mir sein. Hier habe ich nicht nur Englisch gelernt, sondern einen persönlichen Entwicklungsschritt gemacht. Den Abschied feiere ich mit Sergio und seinen spanischen Freunden im interaktiven Museum. Wake the Tiger ist die neueste Attraktion der Stadt und arbeitet mit technischen Illusionen. «A true portal to a different world», heisst es auf der Website. Ein wahres Portal in eine andere Welt. Ja, das könnte auch das Motto meiner Sprachreise sein!

Hey, thanks for reading my blog! Schön, dass du mich begleitest. Die nächste und letzte Etappe meiner Sprachreise führt uns nach Dublin. Komm mit! Im Guinness Storehouse lernen wir, wie man Bier braut. In meiner Gastfamilie wartet schon der kleine Koa auf uns. Und an meiner neuen Schule gibt’s Englischunterricht mit künstlerischem Touch. Was das alles mit einem crazy Ghost Bus und Skeletten zu tun hat? Und weshalb ich über Nacht zum Museumsdirektor werde? Das erfährst du in meinem nächsten Blog. See you in Ireland!

Du willst alle meine Blogs lesen? Hier geht’s durchs Portal zurück nach London (Teil 1) und Brighton (Teil 2). Oder gleich Richtung Zukunft nach Dublin (Teil 3).

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