Sprachaufenthalt Irland, Dublin, Sonnenuntergang

Sprachaufenthalt Dublin Erfahrungsbericht von Gian

Erfahrungsbericht

Dezember, 2023 | Gian Weber

Hey, you're travelling with me again! Toll, dass du meinen Blog liest. Heute starten wir zur letzten Etappe meines Sprachaufenthaltes. Unsere Reise führt uns nach Irland, genauer gesagt: Dublin! Vermutlich hast du mit mir schon in London Chicken Tikka probiert. In Brighton British English geübt. Und Pub Kultur in Bristol erlebt.

Wenn nicht, dann lass uns das jetzt nachholen. Nice to meet you! Ich bin Gian. Sportler. Reisender. Bergmensch. Tierfreund. Experte für Sprachaufenthalte bei Boa Lingua. Und in diesem Blog: Cityhopper & Schoolhopper. Ich reise durch Grossbritannien und mache einen Sprachaufenthalt an vier unterschiedlichen Sprachschulen. So lerne ich fliessend Englisch, entdecke aussergewöhnlich Orte und mache inspirierende Bekanntschaften. Du hast Lust, dabei zu sein? Let’s go, Dublin wartet!

HOME AWAY FROM HOME

Mal ehrlich, das hatte ich mir eigentlich anders vorgestellt. Flug verspätet. Bus verpasst. Es ist 6 Uhr am Abend und trotzdem schon stockdunkel. In wenigen Tagen ist Halloween. Da stehe ich also mitten in Dublin – flankiert von Geistern, Skeletten und frechen Fledermäusen – und warte auf meine Gastmutter Aoife. „Don’t worry, Gian“, hat Aoife ins Telefon gelacht und darauf bestanden, mich abzuholen, „I’ll pick you up!“. Ich blinzle in den Regen und überlege, was mich in der letzten Woche meines Sprachaufenthaltes wohl alles erwartet. In Dublin möchte ich meinem Englisch den Feinschliff geben. Über den Schulbuchrand blicken und gälisch irische Wörter lernen. Temple Bar und Dublin Castle entdecken. Und mein Netzwerk mit neuen Schulfreunden erweitern. Was dein Leben wirklich bereichert, wenn du eine Sprachreise machst? Du hast plötzlich Freunde in den entlegensten Ecken der Welt. Abu Dhabi. Tromsø. Medellín. Shenzhen. Nächsten Sommer besuche ich meinen Sprachschulfreund Théo in Lyon. Mal sehen, vielleicht lerne ich dort Französisch? So viele Sprachen, die mich interessieren. Ein Auto hupt und bremst direkt vor mir im Halteverbot. Hinter der beschlagenen Windschutzscheibe wedelt eine junge Frau mit einem Namensschild. «WELCOME GIAN» steht in kindlicher Schrift darauf. Daneben ein Strichmännchen. Mir wird warm ums Herz. Wenn du eine Sprachreise machst, bist du vom ersten Moment an Teil einer Familie. Und bleibst es auch nach der Abreise. Eine halbe Stunde später sitze ich am Esstisch meiner geschwätzigen Gastfamilie. Aoife, Noel, der kleine Koa und Maimeó Christine. Maimeó heisst übrigens Grossmutter. Da ist es also: mein erstes gälisches Wort! Aoife reicht mir einen dampfenden Teller Irish Stew, ein traditioneller Eintopf mit Lamm und Karotten. Es duftet nach Gastfreundschaft. Alle reden durcheinander. Der kleine Koa strahlt mich an. There are no strangers here, only friends you haven’t met, lautet ein irisches Sprichwort. Hier gibt es keine Fremde, nur Freunde, die du noch nicht kennengelernt hast. Ja, so ist das auf Sprachreise.

Sprachaufenthalt Irland, Dublin, Irish Stew

Ein herzliches Willkommensessen - Irish Stew

DER ENGLISCHE PATIENT ODER WIE MAN MUSEUMSDIREKTOR WIRD

Magst du Gaelic Football? Ein lustiges Spiel. Die Iren sind verrückt danach. Es ist eine Mischung aus Rugby und Fussball. Fast alles ist erlaubt. Und doch gibt es klare Regeln. Warum ich dir das erzähle? Weil meine neue Sprachschule ähnlich tickt. Unsere Lehrer sind mit absoluter Leidenschaft bei der Sache. Und arbeiten perfekt als Team. Joy ist für Sprachworkshops und Kreativität zuständig. Langeweile ist bei ihr ein Fremdwort. Mein Lehrer Conor begeistert sich für Grammatik. Hast du gewusst, dass an allen Partnerschulen von Boa Lingua nur Native Speaker mit Zusatzausbildung arbeiten? Joy und Conor sind absolute Sprachexperten. Quasi Profiliga. In Gruppenarbeit erstellen wir eine Broschüre für ein interaktives Gourmet-Museum, die ich als Museumsdirektor der Klasse präsentieren darf. In Workshops lernen wir lustige Redewendungen. Und bei Rollenspielen stellen wir Situationen im Krankenhaus nach. Übrigens, „Break a leg“ bedeutet „Hals- und Beinbruch“! Also Glück und Erfolg. Wenn du an der EC Dublin lernst, hast du auch Glück. Da lernst du nämlich im schönsten Viertel der Stadt. Im noblen Vorort Portobello, direkt am Fluss. Und Erfolg gibt’s on top. Weil du beruflich mit Fremdsprachen leichter Karriere machst. Apropos, Gaelic Football bietet die Schule übrigens als Freizeitausflug. Ich würde sagen: Goal! Der Pokal geht an das Team der EC Dublin.

Sprachaufenthalt Irland, Dublin, EC Dublin, Lektionen

Sprachworkshops an der EC Dublin.

WIE MAN BEI EINEM PINT GUINNESS SEIN ENGLISCH EXAMEN MACHT

„Sláinte!“ Ween hält sein Pint Guinness in die Höhe und grinst. Prost, wir stehen in der Sky Bar des Guinness Storehouse. Die Brauerei mit interaktivem Museum ist die meistbesuchte Attraktion in Dublin. War doch klar, dass wir uns gleich für die geführte Tour anmelden, die unsere Sprachschule anbietet. Da lernt man Fachwortschatz und übt Alltagvokabular in geselliger Runde. Ween kommt aus Thailand und bleibt das ganze Semester an der Sprachschule. Sein Ziel ist das weltweit anerkannte Cambridge Advanced Certificate. Ween ist extrem ehrgeizig und total fokussiert auf seinen Lernerfolg. Er fachsimpelt mit dem Braumeister. Und scherzt mit der Reinigungsfrau. Talk to the locals, lautet sein Mantra. Heute hat er noch viel Gelegenheit, sein Englisch mit Einheimischen zu vertiefen. Auf dem Programm steht eine Führung im Trinity College und ein Besuch bei den Moorleichen im Nationalmuseum. Obwohl, die werden eher sprachlos sein. Wie gut, dass ich den Sprachkurs ausgewählt habe, der abwechselnd vormittags und nachmittags Unterricht anbietet. So bleibt viel Zeit für spannende Exkursionen. Allerdings muss ich heute zeitig nachhause. Koa und ich haben eine Verabredung. Wir werden sein neues, ferngesteuertes Spielzeugauto zusammenbauen. Mal sehen, ob ich die englische Bauanleitung verstehe. Da kann ich gleich mein Fachvokabular testen. Und meine technischen Fähigkeiten. Quasi Cambridge Advanced Certificate mit praktischer Zusatzprüfung. Vielleicht ist dann auch Ween sprachlos.

Sprachaufenthalt Irland, Dublin, Pub

Auf den Spuren von Guinness.

VON EINEM DER LOSZOG, ENGLISCH ZU LERNEN

Trick or treat! Ich sitze im Ghost Bus und knipse Fotos von Kürbissen und Skeletten. Dublin rüstet sich für Halloween. Meine Sprachschule hat extra einen Bus für eine nächtliche Spooky-Tour angemietet und gruselig geschmückt. Wie creepy ist das denn? Heute im Unterricht ging es um Halloween. Und im Sprachworkshop gab’s Süsses und Alltagswortschatz zum Thema. Hast du gewusst, dass irische Einwanderer den Brauch nach Amerika gebracht haben? Wieviel es noch zu lernen und zu entdecken gibt. In meinem Kopf kreisen viele Gedanken. Lustig, manchmal denke ich sogar schon in Englisch. Wen wundert’s nach drei Wochen Sprachaufenthalt? Heute ist der letzte Tag meiner Sprachreise. Morgen geht’s zurück in die Schweiz. Die Zeit ist viel zu schnell vergangen. Und doch war jeder Tag vollgepackt mit neuen Erlebnissen. Mein Englisch ist fliessend. Die Grammatik perfekt. Und ich kann mich in jeder Situation problemlos verständigen. Auch beruflich bin ich optimal vorbereitet. Konzernsprache Englisch? No problem at all. Und was meine persönliche Entwicklung betrifft: Es kommt ein anderer zurück, als der, der losgezogen ist. Oder wie es in grossen Lettern an der Schulwand prangt: Progress is impossible without change. Fortschritt ohne Veränderung ist unmöglich. Das stimmt. Ich habe Vorurteile abgebaut und weiss jetzt, die Iren kochen fast so gut wie meine Mama. Ich habe Freunde gefunden und erlebt, dass unterschiedliche Nationalitäten sich gegenseitig bereichern. Ich habe meinen Horizont erweitert und bemerkt, dass man Teil einer Kultur sein muss, um sie zu verstehen. Und ich habe erfahren, dass Entwicklung dort beginnt, wo man die Komfortzone verlässt. Life begins at the end of your comfort zone!

Danke, dass du meinen Blog gelesen hast. Es war schön, mit dir zu reisen. Obwohl, das ganze Leben ist eine Reise. Vielleicht werde ich Brighton im Sommer besuchen. Mit einem Mietauto an der Küste Englands entlangdüsen. Einen Business-Kurs in Oxford buchen. Meine Gasteltern Fiona und Owen treffen. Oder das Cambridge Advanced Certificate machen. Jede Sprachreise endet mit neuen Plänen. Doch egal, was kommt – eine Sprachreise ist etwas, das dir niemand mehr nehmen kann. Es gibt Erfahrungen, die bleiben für immer. See you!

Du hast die ersten drei Etappen meiner Sprachreise verpasst? Kein Problem, hier geht’s mit nur einem Klick zum Blog: London (Teil 1), Brighton (Teil 2) und Bristol (Teil 3) warten auf dich!

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